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Festakt zum 150-jährigen Bestehen der FEUERWEHR HOF

Die Feuerwehr Hof veranstaltet anläßlich ihres 150-jährigen Bestehen einen Festabend mit zahlreichen Ehrengästen und Führungsdienstgraden benachbarter Feuerwehren.

Für die musikalische Umrahmung sorgen Pina Colada und die Floriansingers der Feuerwehr Hof.

In der Presse sind dazu die nachfolgenden Artikel erschienen:  Bilder der Veranstaltung können Sie hier sehen.

Erschienen in der Frankenpost am 15.05.2006 ( Artikel als PDF-Datei anzeigen):

FESTABEND

Feuerwehr feiert 150. Geburtstag

Rückblick auf anderthalb Jahrhunderte / Geschenk der Seniorengruppe / „Floriansingers“ werden 20



Am Samstag feierte die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Hof mit einem großen Festabend in der Hofer Bürgergesellschaft ihr 150-jähriges Bestehen.

HOF – Auf den Tag genau vor 150 Jahren, also am 13. Mai 1856, waren 42 junge Männer zur Gründung einer handlungsfähigen, freiwilligen Löschkompanie zusammen gekommen. Die Hofer Wehr ist demnach die älteste in ganz Oberfranken.
  Eine große Gratulantenschar hieß Stadtbrandrat Peter Leupold willkommen, darunter viele Vertreter aus Politik und Feuerwehrwesen sowie von Polizei, Technischem Hilfswerk und Rotem Kreuz. Besonders herzlich wurde Wolfgang Siegel empfangen: Seine Stiftung ermöglichte den Druck der im Hoermann- Verlag aufgelegten, 300 Seiten starken Chronik „150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Hof“.


Verheerende Brände
früher häufig


In seinem Rückblick erinnerte Leupold an die verheerenden Stadtbrände vergangener Zeiten, die in regelmäßiger Folge die Saalestadt heimsuchten. „Die damalige Bauweise, der fehlende Brandschutz und die fehlende Feuerwehr führten bei jedem Brand zur Katastrophe.“ So legte der letzte große Stadtbrand im Jahr 1823 ganze 90 Prozent der Häuser in Schutt und Asche. „Das dürfte der Auslöser zur Gründung unserer Wehr gewesen sein.“ Trotzdem sollten nochmals 33 Jahre vergehen, bis die Löschkompanie letztendlich gegründet wurde.
  Die Aufgabe der Feuerwehr sei bis heute die gleiche geblieben, nämlich uneigennützig und freiwillig anderen Menschen zu helfen. Im Laufe der Jahre, so der Stadtbrandrat, hat sich das Aufgabenspektrum jedoch merklich verändert. Heute leiste die rund 300 Aktive zählendeWehr in 70 Prozent aller Fälle technische Hilfe. Die Zahl der Einsätze pro Jahr habe auf 600 zugenommen. Nicht zuletzt sei dieses hohe Einsatzaufkommen auch auf eine gewisse Bequemlichkeit der Bürger zurückzuführen. Als Beispiel nannte Leupold den Kanaldeckel, der nicht unbedingt von der Feuerwehr eingesetzt werden müsse. Auch so mancher Brand könne mit einem Eimer Wasser gelöscht werden.
  „Ich danke den Gründungsvätern für den klugen Termin nach der OB-Wahl“, scherzte Dr. Harald Fichtner in seinem Grußwort. So könne er nun als Oberbürgermeister zu diesem stolzen Jubiläum gratulieren. „Wir sind in Hof dafür dankbar, dass in einer Zeit, in der nach meinem Eindruck öffentliches Engagement in kommunalen Einrichtungen immer kleiner geschrieben wird, die personellen Leistungen der Feuerwehr immer noch weitgehend auf freiwilligem Einsatz beruhen.“ Der OB dankte allen „für die vielen Stunden freiwilliger Arbeit in Ausbildung und im Einsatz, die oftmals persönlichen Verzicht und auch Gefahr bedeuten.“
  Stellvertretender Landrat Klaus Adelt überbrachte die Glückwünsche des Landkreises und war beeindruckt: „Eine so lange Tradition gibt es bei unseren Wehren nicht.“ Auch Kreisbrandrat Helmut Wilfert gratulierte und dankte für die gute Zusammenarbeit. „Es gibt keine Stadt- und Landkreisgrenzen. Es gibt nur ein Miteinander.“ Hermann Schreck, Vorsitzender des Feuerwehrverbandes Oberfranken, bescheinigte dem „rüstigen Geburtstagskind“ jung, spontan und einfach sympathisch zu sein. „Ich wünsche der Hofer Wehr, dass sie stets junge Leute findet.“ Peter Hartmann von der Feuerwehr Plauen-Stadtmitte bot gar „Aufbauhilfe West“ an und wollte dem OB ein ausgedientes Löschfahrzeug seiner Wehr schmackhaft machen.


„Gute, alte Zeiten“

Von den „guten alten Zeiten“ wussten die Senioren Horst Ehrenberg, Heinz Schertel und Horst Tvrznik zu erzählen. „Wir haben ein Drittel dieser Zeit erlebt und davon 40 Jahre aktiven Dienst geleistet.“ Die Seniorengruppe bestehe nunmehr seit neun Jahren. Besondere Verdiensteumdie Gruppe habe sich Heinz Schertel erworben, der ein launiges und zugleich nachdenklich machendes Gedicht zum Besten gab.
  Ein kleines Jubiläum konnten auch die „Floriansingers“ feiern: Die Singgruppe der Hofer Wehr gibt es seit genau 20 Jahren. Am Festabend unterhielten die Sänger, bis schließlich „Pina Colada“ zum Tanz aufspielte. C. R.

Erschienen in der Frankenpost am 15.05.2006 ( Artikel als PDF-Datei anzeigen):

FEUERWEHR

Beförderung zum großen Jubiläum

HOF – Nicht nur Geburtstag gab es bei der Hofer Feuerwehr zu feiern. Im Rahmen des Jubiläumsabends (siehe nebenstehenden Artikel) beförderten Stadtbrandrat Peter Leupold und Stadtbrandinspektor Peter Faber eine Reihe von Kameraden: Helmut Maier (Hauptbrandmeister), Markus Ott (Hauptlöschmeister), Peter Richter (Hauptlöschmeister), Michael Schertel (Oberlöschmeister), Gerd Schmidt (Hauptlöschmeister), Karl Schnabel (Löschmeister) und Klaus Wilferth (Hauptlöschmeister). Zum Dank für die Erstellung der Chronik wurde Dieter Busch mit dem Feuerwehrzivilabzeichen in Gold ausgezeichnet. Zu Ehrenmitgliedern ernannt wurden Alt-OB Dieter Döhla und Hauptamtsleiter Günter Bauer. C. R.

Erschienen in der Frankenpost am 16.05.2006 ( Artikel als PDF-Datei anzeigen):

VORGESTELLT

Die Wehr im Wandel der Zeit

Geschichtsbuch der besonderen Art / Alte Urkunden und Darstellungen



Rechtzeitig zum 150. Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Hof erscheint im Hoermann Verlag ein Buch über deren Geschichte. Fast 300 Seiten stark ist der reich bebilderte Band, für den Ex-Oberbürgermeister Dieter Döhla und Stadtbrandrat Peter Leupold Vorworte verfasst haben. Beim Festabend wurde es nun vorgestellt.

HOF – Für Feuerwehrbegeisterte ist dies Buch sicherlich ein Muss, der (noch) nicht vom Feuerwehr- Virus Infizierte stellt aber schnell fest, dass es sich bei dieser Vereinshistorie um eine Art Hofer Geschichtsbuch der besonderen Art handelt. Da ist einmal die Chronik der Feuerwehr selbst, minutiös und mit vielen wirklich wissenswerten Details. Zum Beispiel wird beschrieben, wie der Türmer von der Michaeliskirche Feueralarm geben musste, bei Tag mit einer Fahne, bei Nacht mit einer roten Laterne die Richtung anzeigend, Glocken schlagend, genau mit einem bestimmten Code für welchen Stadtteil, da wurden Feuerfahrten, also Durchfahrten durch (!) bestimmte Häuser festgelegt, man musste sich ums Aufhacken des Eises der Saale kümmern, wenn des winters Löschwasser nötig war, da waren Pferde zur Verfügung zu stellen und, und, und....
  Trotz dieser Beschwerlichkeiten und der Gefahren, die sich mit den Jahren natürlich ständig veränderten, fanden sich immer wieder Hofer und Hoferinnen, die freiwillig bereit waren, „zu jeder Zeit für ihre Mitmenschen da zu sein“ (so Stadtbrandrat Leupold in seinem Vorwort). Personen, denen mit diesem Buch ein Denkmal gesetzt wird, dank der gründlichen Recherche gibt es von vielen von ihnen sogar Bilder zu sehen, speziell in der das Buch abschließenden „Ehrentafel“.
  Apropos Bilder: Es ist schon toll, was es alles über die Hofer Feuerwehr gibt und hier zusammengefasst präsentiert wird – alte Urkunden, Niederschriften, Auszeichnungen und Ausgezeichnete, spektakuläre Einsätze und nicht minder spektakuläre Übungen – sogar die Annonce eines „Mannschaftswagens mit aufgeprotzter Spritze, Modell ,Hof’ “ eigens um 1900 für die Hofer Wehr in München gefertigt. Zeitgenössische Darstellungen runden den Feuerwehr-Bilderbogen ab.
  Nach der Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Hof folgt die Chronologie der wichtigsten Einsätze – vom Jahr 1860 an. Unterstützend illustriert wird diese Darstellung durch viele Zeitungsartikel. Besonders hier wird derWandel klar, den die ursprünglich zur reinen Feuerbekämpfung gegründeten Wehr im Lauf der Zeit durchgemacht hat. Gab es am Anfang Brände in Privathäusern, Werkstätten und Fabrikanlagen, kamen später Chemieunfälle, Einsätze bei Unwettern, Verkehrsunfällen, Taucheinsätze und vieles mehr. Und könnten die Gründerväter vor 150 Jahren das Foto sehen, auf dem sich Mitglieder der HoferWehr in ihren verschiedenen Schutzanzügen 1998 präsentieren, würden sie glauben, Außerirdischen gegenüberzustehen...
  Besonders schön: der Artikel „Das Geheimnis des Hofer Systems“ von 1950, in dem die Schlagkraft und Schnelligkeit der rein freiwillig agierenden Wehr herausgestellt wird. Seitdem sind zwar ein halbes Jahrhundert ins Land gegangen, aber Stolz kann man auf die Hofer Feuerwehr – und das untermauert dieses Buch schwarz auf weiß – genau wie damals sein.
PIA-MARIA HOERMANN

Weitere Informationen:
Beginn: Sa., 13.05.2006 18:30 Uhr
Veranstaltungsort: Hof - Bürgergesellschaft (nur geladene Gäste)
Informationen zum Veranstalter: FEUERWEHR HOF
Hallplatz 1
95028 Hof

Telefon: 09281/815-900
Telefax: 09281/815-909